Gedenkstein für John F. Kennedy

Wie kein anderer verkörperte John Fitzgerald Kennedy den Wunsch der Menschen nach mehr Freiheit. Seit 1964 steht auf dem Chutzen bei Belpberg ein Gedenkstein für den ikonischen US-Präsidenten. Getiftet wurde der Gedenkstein von der Schweizerischen Vereinigung PRO LIBERTATE. Im Herbst 2014 – dem 50-Jahre-Jubiläum – trafen sich die Mitglieder von PRO LIBERTATE zu einer kleinen Gedenkveranstaltung.

Mit einer kleinen Tafel wird auf die Geschichte des JFK-Gedenksteins hingewiesen.

Strahlendes Wetter, fantastisches Alpenpanorama und ein sprühendes Referat von Jürg Stüssi-Lauterburg – das sind die Zutaten der, Gedenkfeier zum Todestag des amerikanischen Präsidenten John F. Kennedy. Der Historiker, Buchautor und Direktor der Bibliothek am Guisanplatz (früher Eidg. Militärbibliothek) rüttelte die Zuhörer auf mit der Erinnerung an die Ereignisse vor rund 50 Jahren in der Welt. An den Herbsttag, an dem John F. Kennedy in Texas ermordet worden war.

Einweihung des JFK-Gedenksteins am 23. Oktober 1964.

Was diesen Präsidenten der USA, die Pro Libertate und die Schweiz miteinander verbindet ist die Liebe zur Freiheit. Kennedy hat fest an den Fortschritt geglaubt. Man muss die Freiheit nötigenfalls mit der Waffe verteidigen können. 1964 hat die Schweiz an der Expo 64 Flagge gezeigt: moderner Widerstand, flächendeckende Verteidigung mit Bodentruppen (heute Heer) und Luftwaffe, damals Flieger- und Flab-Truppen. Die persönliche Waffe daheim war noch kein Kriterium für Abstimmungen über Initiativen von «netten» Frauen und der GSoA, sondern ein Symbol der Armee eines freien Volkes, verfassungsmässig geordnet.

Alt Nationalrat Valentin Oehen mit Thomas Fuchs, Präsident der Vereinigung Pro Libertate.

An Ideologien glaubt heute keiner mehr. Neue Ideologien sind nicht ungefährlich, mehr denn je zuvor; kleiner aber subtiler und mit neuer Technik weltumspannend. Und Jürg Stüssi-Lauterburg erinnert an unsere Landeshymne mit dem Vers: «… betet, freie Schweizer, betet.» Auf die Frage, wie man sich denn wehren oder schützen könne, hat er eine simple Antwort: «Wählen gehen – darüber reden – Namen streichen.» Nicht nur daran denken, man muss es auch tun.

So spazierten die Versammelten ziemlich nachdenklich zur Denkstätte, die vor 50 Jahren, 1964 von der Vereinigung der Pro Libertate gestiftet wurde. Präsident Thomas Fuchs und Vizepräsident Patrick Freudiger stellen zum heutigen Gedenktag eine kleine Tafel auf mit dem Hinweis für Wanderer, die hier unter der Linde eine Marschpause einlegen. Auf der schlichten Erklärung, warum hier dieser schöne, grosse Stein für John F. Kennedy steht ist auch ein Foto beigefügt, das die damaligen Stifter und Initianten zeigt. Unter ihnen aNR Valentin Oehen, der heute als Senior wieder mit dabei ist. Mit diesem Höhepunkt des Tages wird die Rückreise nach Bern angetreten und alle sind sich einig: Es war ein wunderschöner und interessanter Tag in bester Kameradschaft. So, wie es eben unter alten Eidgenossen sein soll. Gemeinsam für Freiheit, Demokratie und Menschenwürde; Pro Libertate.

Text: Ursula Bonetti, Fotos: David Herzig, ZVG

Inschrift der Gedenktafel

Für die Freiheit.

«In ehrendem Andenken dem unvergesslichen Präsidenten der USA, John F. Kennedy, gewidmet 23. Oktober 1964, Vereinigung Pro Libertate»

Die 1956 nach dem Ungarnaufstand gegründete Vereinigung Pro Libertate setzt sich für «Freiheit, Demokratie und Menschenwürde» ein. Unser Motto: «Die Faust im Sack nützt nichts.» Das Denkmal ist zudem die Belpberger Antwort auf das Rudolf-von-Tavel-Denkmal auf dem Längenberg.

«Ein Leben in Freiheit ist nicht leicht, und die Demokratie ist nicht vollkommen. Aber wir hatten es nie nötig, eine Mauer aufzubauen, um unsere Leute bei uns zu halten ud sie daran zu hindern, woanders hinzugehen.» Rede von John F. Kennedy vor dem Schöneberger Rathaus in Berlin am 26. Juni 1963.

Lagekarte

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