Erneuter nordkoreanischer Besuch in der Schweiz

Der deutsche Jurist, Buchautor und Redaktor von Pro Libertate, Dr. iur. Friedrich-Wilhelm Schlomann, ist fundierter Kenner der Politik Nordkoreas. Aufsehen erregte seine Recherche über die Schwester des nordkoreanischen Herrschers Kim Jong-un, die aller Wahrscheinlichkeit nach eine Zeit lang eine Schule in Bern besuchte. Zuletzt machte er publik, dass der nordkoreanische Aussenminister zu mutmasslichen Geheimgesprächen in der Schweiz war.

Gemäss unseren Informationen soll nun auch der hohe Funktionär Kang Sok-ju zu Besuch in die Schweiz kommen. Kang ist Sekretär für internationale Fragen der „Partei der Arbeiter“, der nordkoreanischen Staatspartei. Er gilt in dieser Funktion als federführende Persönlichkeit seines Regimes. Beim Besuch der Schweiz soll es nicht bleiben. So stehen auch Treffen in Deutschland, Italien und Belgien auf dem Programm. Gemäss offiziellen Meldungen aus Pjöngjang erfolgen die geplanten Reisen zwecks Austauschs mit den Parteien in den genannten Ländern. Dies ist insofern verwunderlich, da es keine Parteien gibt, welche Beziehungen mit Vertretern der „Demokratischen Republik Korea“ pflegen.

Vielmehr scheinen diese Reisen ein anderen Ziel zu verfolgen: Die Kontaktaufnahme mit (westlichen) Regierungsstellen. In diesem Zusammenhang ist auch die Reise nach Belgien einzuordnen, wo ein Austausch mit EU-Vertretern möglich gemacht werden sollen. Die Schweizerische Vereinigung Pro Libertate und weitere Beobachter deuten Kangs bevorstehende Reise als Bemühen, Nordkorea aus der diplomatischen Isolation herauszuführen und Verständnis für seine Aufrüstungspolitik zu gewinnen, die von Pjöngjang als „blosse Verteidigung“ gerechtfertigt wird.

Erst kürzlich war mir Ri Su-Yong der Aussenminister Nordkoreas zu Besuch in der Schweiz, allerdings lediglich als „Privatperson“. Inzwischen bereiste er zu Propagandazwecken mehrere Länder in Nahost und in Afrika. Ende September will er zudem in die USA reisen, um der Generalversammlung der UNO beizuwohnen. Die Schweizerische Vereinigung Pro Libertate machte bereits auf den Besuch des nordkoreanischen Aussenministers Ri aufmerksam. Nur wenige Wochen später besucht mit Kang erneut ein hoher Vertreter dieses Terror-Regimes die Schweiz, diesmal sogar in einer offiziellen Mission. Erneut hüllt sich das EDA in Schweigen. Ob man den Medien die erneuten nordkoreanischen Besuche wieder zu verheimlichen versucht?

Für Rückfragen:
Grossrat und alt Nationalrat Thomas Fuchs,
Präsident Pro Libertate, Tel. 079 302 10 09

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