Nordkoreanischer Aussenminister erneut in der Schweiz – Medien wurden erneut nicht informiert

Medienmitteilung – Die Schweizerische Vereinigung Pro Libertate stellt einmal mehr fest, dass offenbar zu Nordkorea enge Beziehungen im Geheimen gepflegt werden. Nur so ist es zu erklären, dass der Aussenminister der „Demokratischen Volksrepublik Korea“, Ri Su-yong (auch als Kim Su-yong und Ri Chol bekannt), – von der Mongolei kommend – gestern Montag, den 2. März 2015 – in Genf eintraf.

Offizieller Anlass ist seine Teilnahme an der Sitzung des UN-Rates für Menschenrechte.  Sein Vortrag wird die laufende Propaganda-Kampagne Pjöngjangs verstärken, mit dem Ziel, dass der im vergangenen Jahr vorgelegte Bericht über die ständige Verletzung der Menschenrechte im Nordteil Koreas widerrufen wird, da er „auf falschen Informationen basiert“. Der UN-Report hatte zutreffend dargelegt, die dortige Situation der Verletzung der Menschenrechte „überschreitet alle anderen Staaten, in seiner Dauer, Intensität und an Greueltaten“.

Letzten Dezember hatte die UN-Generalversammlung eine Resolution angenommen, welche den UN-Sicherheitsrat sogar dazu aufforderte, die Führer Nord-Koreas dem Internationalen Gerichtshof zu überweisen, um sie möglicherweise wegen Verbrechen gegen die Menschlichkeit einzuklagen.

Der wahrscheinlich ebenfalls in Genf anwesende stellvertretende Aussenminister Süd-Koreas wird seinerseits über die wahre Lage im KZ-Staat „Demokratische Volksrepublik Korea“ referieren und die UN-Resolution unterstützen, verbunden mit einem Aufruf an die Völker, für die Durchsetzung der Menschenrechte auch in Nord-Korea einzutreten. Leidenschaftliche Wortgefechte dürften dabei zu erwarten sein.

Korea-Experten vermuten, dass Ri Su-yong, der von 1988 bis 1990 Botschafter seines Landes in der Schweiz war und den jetzigen Diktator Kim Jong-un während dessen Schulzeit in Bern in jeder Weise „betreute“, mit der Schweizer Regierung erneut interne Verhandlungen führen wird, vielleicht auch über die Abwicklungsformen des nordkoreanischen Geheimfonds in der Eidgenossenschaft. Ob die Regierung in Bern diesemal offizielle Erklärungen abgeben wird, bleibt abzuwarten…

Oder werden die Schweizer Bürger erneut nicht informiert?

Zusätzliche Auskünfte erteilt:
Schweizerische Vereinigung Pro Libertate – www.prolibertate.ch
Dr. Friedrich-Wilhelm Schlomann, Korrespondent, 0049 2223 22146
Thomas Fuchs, aNationalrat, Präsident, 079 302 10 09